Bürgerspital Weinstuben in Würzburg: fränkische Klassiker, eine breite Karte – und Steaks, bei denen die Beilage extra kostet

Kurz-Fazit

Die Karte der Bürgerspital Weinstuben in Würzburg führt 54 Positionen zwischen 2,50 € und 48,00 €, der Durchschnitt der Hauptgänge liegt bei 21,28 €. Fränkische Klassiker wie Blaue Zipfel (13,50 €) sind günstig, teuer wird es bei den Steaks ab 45,00 €, zu denen jede Beilage separat berechnet wird.

Die Bürgerspital Weinstuben liegen in der Würzburger Theaterstraße, mitten in der Altstadt und damit in einer Lage, die Stammgäste und Stadtbesucher gleichermaßen erreicht. Grundlage dieses Checks ist die Speisekarte, die das Haus zum Stichtag öffentlich veröffentlicht hat. Alle Preise stammen von dieser Karte und lassen sich dort nachprüfen. Ausgewertet wurden 54 Positionen, gegliedert unter anderem in Fränkische Spezialitäten, Steaks, Vorspeisen und Suppen sowie eine Reihe von Beilagen, die einzeln kalkuliert sind. Die Spanne reicht von 2,50 € für eine Pfefferrahmsauce bis 48,00 € für ein T-Bone. Der Durchschnitt der Hauptgänge liegt bei 21,28 € – ein Wert, der die Einstufung €€ trägt, aber nur, solange man die Steakseite ausklammert.

Wie die Karte aufgebaut ist

54 Positionen sind für ein Innenstadthaus dieser Größe eine breite, aber nicht ausufernde Karte. Die Gliederung folgt einer klaren Logik: Vorspeisen und Suppen, Fränkische Spezialitäten, Typische Spezialitäten aus unserem Restaurant, ein eigener Steakblock und ein separater Beilagenteil. Auffällig ist, dass die fränkische Seite nicht als Folklore-Anhängsel geführt wird, sondern als eigenständiger Kartenteil mit ausreichender Tiefe: Blaue Zipfel im Sud für 13,50 €, ein Paar fränkische Bratwürste für 14,90 €, Gerupfter für 11,50 €, Überbackener Gerupfter ebenfalls für 11,50 € und ein Brotzeitbrett ab zwei Personen für 19,50 €. Daneben steht ein zweiter Kartenteil, der deutlich höher kalkuliert: Wiener Schnitzel vom Kalbsrücken für 29,50 €, Rumpsteak in Pfefferrahmsauce für 33,90 €, kross gebratenes Zanderfilet für 29,90 €. Diese Zweiteilung ist die eigentliche Struktur des Hauses. Wer die Karte von oben liest, landet bei einer Rechnung um 15 €; wer sie von unten liest, bei einer um 35 €. Beides ist im selben Haus möglich, und die Karte macht kein Geheimnis daraus. Das ist ehrlicher als eine künstlich geglättete Preislandschaft, verlangt aber, dass Gäste vor dem Bestellen genau hinsehen.

Die Steakseite und was sie wirklich kostet

Der Steakblock ist der Punkt, an dem die Kalkulation dieses Hauses am meisten verlangt. Das New York Cut, laut Karte eine hohe Rippe mit rund 500 g Rohgewicht, steht mit 45,00 € auf der Karte, das T-Bone mit ebenfalls etwa 500 g mit 48,00 €. Das sind keine ungewöhnlichen Preise für Stücke dieser Größe, aber die Karte führt Beilagen konsequent separat: Röstkartoffeln 5,50 €, Pommes Frites 5,50 €, glaciertes Gemüse 5,50 €, kleiner Salatteller 5,50 €, gegrillter Maiskolben 4,50 €, Knoblauchbrot 4,50 €, Pfefferrahmsauce 2,50 €, Kräuterbutter 2,90 €. Wer ein T-Bone mit Röstkartoffeln und Pfefferrahmsauce zusammenstellt, kommt rechnerisch auf 48,00 € + 5,50 € + 2,50 € = 56,00 € für einen Hauptgang. Zum Vergleich: Das Rumpsteak in Pfefferrahmsauce für 33,90 € enthält die Röstkartoffeln bereits, ebenso das Wiener Schnitzel für 29,50 €. Innerhalb derselben Karte gelten also zwei verschiedene Beilagenlogiken. Das ist nicht unüblich in Häusern mit eigenem Steakangebot, wird aber auf der Karte nicht erklärt. Wer die Spalten nicht vergleicht, unterschätzt den Endbetrag um gut zehn Euro. Immerhin: Die Rohgewichte sind angegeben, damit ist der Preis pro Gramm nachrechenbar – 48,00 € auf 500 g Rohgewicht sind 9,60 € je 100 g.

Fränkisch, aber nicht nur: das mittlere Preisfeld

Zwischen Brotzeit und Steak liegt das Feld, in dem die meisten Positionen dieser Karte stehen. Knuspriges Schweineschäufele mit Kartoffelklößen und Krautsalat kostet 27,50 €, gekochtes Ochsenfleisch mit Meerrettichgemüse und Salzkartoffeln 24,90 €, Kalbfleischküchle auf Semmelknödel mit Waldpilzen 24,90 €, paniertes Schweineschnitzel mit Kartoffel-Gurkensalat 19,90 €. Auffällig ist die Preisverdichtung: Allein neun Positionen liegen bei 19,90 €, weitere vier bei 24,90 €. Die Karte arbeitet also mit wenigen festen Preispunkten statt mit fein abgestuften Einzelkalkulationen – ein Muster, das für eine gewachsene Hauskarte spricht und den Vergleich vereinfacht. Bemerkenswert ist auch, dass die teuersten Gerichte außerhalb des Steakblocks nicht Fleisch, sondern Fisch sind: Zanderfilet auf Erbsen-Graupenrisotto und Forelle Müllerin stehen beide bei 29,90 €. Der Bürgerspital Burger mit 250 g Rohgewicht und fränkischem dry-aged Rindfleisch liegt bei 22,90 € und ist damit deutlich über dem Niveau eines Standardburgers kalkuliert, allerdings mit ausgewiesener Fleischherkunft und Gewichtsangabe. Die Saisonalität ist ablesbar: eine Rahmsuppe von frischen Pfifferlingen für 7,90 €, ein Gazpacho für 7,90 €, ein Salat der Saison für 16,90 €. Die Karte ist zum Stichtag also nachweisbar sommerlich geführt und nicht ganzjährig eingefroren.

Vegetarisch und vegan: mehr als Pflichtprogramm

Sieben von 54 Positionen richten sich ohne Umbau an Gäste ohne Fleisch, und sie sind nicht in eine Restekategorie verschoben, sondern über die Karte verteilt. Der Veggie Burger mit Rote-Beete-Sticks in Kürbiskernpanade und hausgemachtem Laugen-Brioche kostet 16,50 €, das "Opflanzda" im Brickteig auf Drillingen mit Kaiserschoten und Kräutersaitlingen 21,90 €, die "Teuffels"-Bowl vegan mit Melone, Edamame, Quinoa und Paprika 19,90 €. Dazu kommen Salat der Saison für 16,90 €, Gerupfter für 11,50 €, eine gemischte Käseplatte für 19,90 € und die fränkische Mostsuppe für 7,90 €, die die Karte ausdrücklich als vegetarisch kennzeichnet. Positiv fällt auf, dass eine vegane Variante der Bowl als eigene Position geführt wird und nicht nur als Weglass-Option – der Preisunterschied zur Fleischversion (24,90 € gegenüber 19,90 €) ist dabei sauber ausgewiesen. Das "Opflanzda" für 21,90 € liegt allerdings nur drei Euro unter dem gekochten Ochsenfleisch und nur 5,60 € unter dem Schäufele; ein vegetarischer Hauptgang aus Brickteig, Drillingen und Kaiserschoten wird auf dieser Karte also nahezu wie ein Fleischgericht kalkuliert. Wer regelmäßig fleischlos isst, zahlt hier keinen Rabatt für den Verzicht.

Deklaration, Lage und Stammdaten

Bei der Transparenz ist das Bild geteilt. Gut: Beide Steaks tragen eine Gewichtsangabe (ca. 500 g Rohgewicht), der Burger ebenfalls (250 g Rohgewicht), und bei Tatar wie Burger nennt die Karte die Herkunft – fränkisches Weiderind, beim Burger zusätzlich dry-aged. Auch das Beilagenverzeichnis ist vollständig ausgepreist, was den Endbetrag berechenbar macht, sofern man nachrechnet. Weniger gut: Eine Allergenkennzeichnung ist auf der öffentlichen Karte nicht ausgewiesen, und die Speisekarte ist nicht unter einer eigenen, dauerhaften Adresse abgelegt, sondern nur über die Startseite erreichbar. Für ein Haus, das sich selbst als "zu den beliebtesten und besten Gasthäusern Würzburgs" zählend beschreibt, ist das eine vermeidbare Hürde. Die Stammdaten sind dagegen ungewöhnlich gästefreundlich: geöffnet Montag bis Sonntag von 11 bis 24 Uhr, also durchgehend und ohne Ruhetag, mit Außenplätzen und als barrierefrei erfasst. Die Lage in der Theaterstraße 19 im Altstadtkern bringt Laufkundschaft und Theaterpublikum in Reichweite; die durchgehende Küche ab 11 Uhr passt zu diesem Umfeld und unterscheidet das Haus von den vielen Betrieben mit Nachmittagspause. Das Haus beschreibt sich selbst als Familienbetrieb in zweiter Generation mit Schwerpunkt auf fränkischer Küche und den Weinen des Bürgerspitals – die Karte deckt diesen Anspruch inhaltlich, von Blauen Zipfeln bis zum Tresterbrand aus dem eigenen Haus für 7,50 €. Wie sich dieses Preis- und Kartenbild gegen andere ausgewertete Häuser stellt, zeigt die Bestenliste; alle bisher geprüften Karten der Stadt stehen unter Restaurants in Würzburg.

Speisekarte & Preise (Stand 2. August 2026)

Ein Auszug aus der Karte, wie sie das Haus zum Stichtag 2. August 2026 veröffentlicht hat:

Bewertung im Detail

Preisniveau 6,0
Preis-Leistung auf dem Papier 7,0
Struktur & Auswahl 8,5
Vegetarisch & vegan 7,5
Transparenz 6,0

Das hat überzeugt

  • Breite, sauber gegliederte Karte mit 54 Positionen und echter fränkischer Tiefe – von Blauen Zipfeln für 13,50 € bis zum Schäufele für 27,50 €
  • Nachweisbar saisonal geführt: Pfifferlingrahmsuppe für 7,90 €, Gazpacho für 7,90 €, Salat der Saison für 16,90 €
  • Sieben vegetarische bzw. vegane Positionen als eigenständige Gerichte, inklusive ausgewiesener veganer Bowl-Variante
  • Gewichts- und Herkunftsangaben bei Steaks, Burger und Tatar machen den Preis pro 100 g nachrechenbar
  • Durchgehend geöffnet von 11 bis 24 Uhr an sieben Tagen, mit Außenplätzen und barrierefreiem Zugang

Das ging besser

  • Zwei unterschiedliche Beilagenlogiken auf derselben Karte: Beim Rumpsteak für 33,90 € sind Röstkartoffeln enthalten, bei den Steaks für 45,00 € und 48,00 € kostet jede Beilage 2,50–5,50 € extra – ein T-Bone landet so rechnerisch bei 56,00 €
  • Keine Allergenkennzeichnung auf der öffentlichen Karte, und die Karte hat keine eigene dauerhafte Adresse, sondern hängt an der Startseite
  • Vegetarische Hauptgänge sind kaum günstiger kalkuliert: 21,90 € für das "Opflanzda" liegen nur 3,00 € unter dem gekochten Ochsenfleisch
  • Starke Preisverdichtung auf wenigen Punkten (neunmal 19,90 €, viermal 24,90 €) – die Feinabstufung zwischen einzelnen Gerichten geht dabei verloren
Das Fazit vom Restaurant-Checker

Lohnt sich Bürgerspital Weinstuben in Würzburg?

Die Bürgerspital Weinstuben führen eine Karte, die ihr Versprechen inhaltlich einlöst: fränkische Klassiker in echter Tiefe, saisonale Ergänzungen und ein vegetarischer Teil, der nicht nur Alibi ist. Das Preisniveau ist mit einem Durchschnitt von 21,28 € pro Hauptgang für ein Altstadthaus dieser Größenordnung vertretbar, verlangt aber Aufmerksamkeit: Zwischen 13,50 € für Blaue Zipfel und 56,00 € für ein T-Bone mit Beilage und Sauce liegt dieselbe Karte. Wer im mittleren Feld bleibt, bekommt für 19,90 bis 27,50 € eine nachvollziehbar kalkulierte Küche mit ausgewiesenen Gewichten und Herkünften. Abzüge gibt es für die fehlende Allergendeklaration und die inkonsequente Beilagenlogik. Unter dem Strich stehen 7,0 von 10 Punkten: eine solide, inhaltlich starke Karte mit klaren Schwächen in der Deklaration und einem Steakblock, dessen Endpreis man selbst zusammenrechnen muss.

7,0/10 Empfehlenswert Ideal für: Fränkische Klassiker in der Würzburger Altstadt, mittags wie spätabends

Wo Bürgerspital Weinstuben im Ranking steht

Mit 7,0 von 10 Punkten liegt Bürgerspital Weinstuben auf Platz 2 von 2 getesteten Restaurants in Würzburg und auf Platz 4 von 4 in ganz Mainfranken. Bewertet wird überall nach denselben fünf Kategorien, deshalb sind die Noten stadtübergreifend vergleichbar.

Ranking Würzburg 2 getestete Restaurants
  1. 1 Kham Würzburg 7,4/10
  2. 2 Bürgerspital Weinstuben (dieser Check) Würzburg 7,0/10
Vollständiges Ranking ansehen →

Häufige Fragen zu Bürgerspital Weinstuben

Was kostet ein Hauptgericht in den Bürgerspital Weinstuben in Würzburg?

Die Hauptgänge liegen im Durchschnitt bei 21,28 €. Die Spanne reicht von 13,50 € für Blaue Zipfel im Sud über 19,90 € für ein paniertes Schweineschnitzel bis 33,90 € für das Rumpsteak in Pfefferrahmsauce. Die Steaks kosten 45,00 € und 48,00 €, dort kommen Beilagen von 2,50 bis 5,50 € hinzu.

Gibt es in den Bürgerspital Weinstuben vegetarische oder vegane Gerichte?

Ja, die Karte führt sieben fleischlose Positionen. Dazu zählen der Veggie Burger für 16,50 €, das "Opflanzda" im Brickteig für 21,90 €, die vegane "Teuffels"-Bowl für 19,90 €, der Salat der Saison für 16,90 € sowie die als vegetarisch gekennzeichnete fränkische Mostsuppe für 7,90 €.

Wann haben die Bürgerspital Weinstuben geöffnet?

Laut den erfassten Stammdaten ist täglich von Montag bis Sonntag durchgehend von 11 bis 24 Uhr geöffnet, ohne Ruhetag. Das Haus liegt in der Theaterstraße 19 in der Würzburger Altstadt, verfügt über Außenplätze und ist als barrierefrei erfasst. Reservierungen sind telefonisch unter +49 931 352880 möglich.

Sind die Beilagen bei den Steaks inbegriffen?

Nein. Beim New York Cut für 45,00 € und beim T-Bone für 48,00 € werden Beilagen einzeln berechnet: Röstkartoffeln oder Pommes für je 5,50 €, Pfefferrahmsauce für 2,50 €, Kräuterbutter für 2,90 €. Beim Rumpsteak für 33,90 € und beim Wiener Schnitzel für 29,50 € sind die Röstkartoffeln dagegen enthalten.

Wie schneiden die Bürgerspital Weinstuben im Ranking ab?

Die Auswertung der Karte ergibt 7,0 von 10 Punkten, mit der besten Teilnote für den Kartenaufbau (8,5) und Abzügen bei Preisniveau und Transparenz (je 6,0). Der aktuelle Stand im Vergleich zu anderen Häusern der Region steht in der Bestenliste.

Der Restaurant-Checker

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Grundlage: die öffentlich zugängliche Speisekarte des Hauses. Preise und Gerichte entsprechen dem Stand vom 2. August 2026 und können sich geändert haben.

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